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| Infos zum Artikel | | Autor: | Dr. Nicolas Gumpert | | Datum: | 25.02.2007 | | Views: | 1809 |  |
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Bandagen am Sprunggelenk in der OrthopädieBandagen werden in der Orthopädie für verschiedene Zwecke eingesetzt. Der Einsatz von Bandagen erfolgt mit einer unterschiedlichen Zielsetzung. Am häufigsten werden beim Arzt (z.B. Facharzt für Orthopädie) Bandagen nach akuten Verletzungen verordnet.
Die sicherlich häufigste Verletzung ist das Umknicken des oberen Sprunggelenks. Hierbei kommt es in der Regel zu einem Umknicken des Fußes über den Fußaußenrand, wie es z.B. beim Übersehen einer Bordsteinkante vorkommen kann. Dieser Verletzungsmechanismus wird in der medizinischen Fachsprache auch als „Supinationstrauma“ in bezeichnet.
Durch in die gewaltsame Überdehnung der Kapsel- und Bandstrukturen vom Sprunggelenk und Außenknöchel kommt es zu schmerzhaften Bänderdehnungen, Bänderrissen oder sogar Brüche des Außenknöchels.
In der akuten Phase nach der Verletzung kommt es zu einer ausgeprägten Schwellung über dem verletzten Außenknöchel / Sprunggelenk. Teilweise kann man auch einen Bluterguss (Hämatom) sehen, der die Verletzung des Gewebes beweist. Diese Verletzungen sollten zunächst nach der so genannten PECH-Regel nach Prof. Böhmer behandelte werden.
PECH steht hierbei für ein Akronym.
P steht für Pause, jede sportliche Tätigkeit sollte sofort beendet werden.
E steht für Eis, hierbei sollte darauf geachtet werden, dass das Eis nie indirekt auf die Haut gelegt wird und in Kühlungszeiten von 10 Minuten am Stück nicht überschritten werden sollten.
C steht für Kompression, durch einen moderaten Druck auf das verletzte Gewebe soll die Schwelleneigung des Gewebes begrenzt werden, was die Genesung fördert.
H steht für hoch lagern, entsprechende physikalischer Grundlagen, kann ein
verletztes Gewebe schneller abschwillt, wenn die Gewebsflüssigkeit bergab fließen kann. Daher sollte der verletzte Knöchel / Sprunggelenk möglichst immer über Herzniveau, also erhöht gelagert werden.
Sobald die erste akute Verletzungsphase überwunden wurde und die Schwellung am Sprunggelenk zurückgeht, kann mit einer Bandagenversorgung begonnen werden.
Hierbei sind verschiedene Wirkprinzipien zu nennen, die die Heilung beschleunigen sollen.
1. Die Bandagen verursacht eine dosierte Kompression auf den verletzten Bereich. Je nach Bandagendesign ist die Kompression gleichmäßig verteilt, sie kann jedoch auch zum Kniegelenk hin abnehmen, was die Abschwellung begünstigt oder eine pulsierte Kompression, wobei sich der Druck beim Laufen stetig ändert. Dabei werden verschiedene Materialien, wie Luft- oder Gelkammern verwendet.
2. Die wichtigste Aufgabe von Sprunggelenksbandagen besteht darin, dass Sprunggelenken vor weiteren Verletzungen von außen zu schützen. Bandagen die nach Außenbandverletzungen vom Facharzt für Orthopädie oder auch Hausarzt verordnet wurden, schränken die Beweglichkeit im Sprunggelenk dahingehend ein, dass die Bewegungen in die verletzte Richtung unterbinden und ein erneutes Umknicken verhindern sollen. Durch das dauerhafte Tragen von Sprunggelenksbandagen wird jedoch das Sprunggelenken nur unzureichend gefordert sind, so dass Bandagen nicht über den Verletzungszeitraum hinaus getragen werden sollten.
Eine Ausnahme stellen Sportarten dar, bei denen es besonders häufig zu Umknickverletzungen kommt. Hierbei kommen jedoch andere Bandagen - wie nach einer Umknickverletzung durch den Facharzt für Orthopädie verordnet - zum Einsatz.
Weitere Informationen finden Sie auch unter:
• Sprunggelenk
• Orthopädie
Ihr Dr. Nicolas Gumpert
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