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Autor:Thomas Kappel
Datum:29.11.2007
Views:608
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Besser lernen mit Assoziationen


Meistens erinnern wir uns an Dinge durch Assoziation. Die meisten Informationen in unserem Gedächtnis sind auf irgendeine Art und Weise mit anderen Erinnerungsteilchen verbunden. Wenn man beispielsweise an einen Apfel denkt, kommen einem Begriffe wie: rot, rund, knackig, Schneewittchen, Baum oder Frucht in den Sinn. Unwahrscheinlicher ist es, dass man an einen Hund denkt – es sei denn man erinnert sich an einen lustigen Zwischenfall, der mit beidem zu tun hat. Oder wenn man gefragt ist, welches der 7. Buchstabe des Alphabets ist? Es ist unwahrscheinlich, dass man die Antwort „G“ gleich parat hat – eher wird man „ABCDEFG“ denken – man hat also an den ersten Buchstaben des Alphabets gedacht, und dann abgezählt – ist also durch Assoziation vorgegangen. Wenn es bei
Fakten, die man behalten will, keine augenscheinliche Assoziation gibt, werden sie leichter vergessen. Beispielsweise ein Termin für einen Flug um 2 Uhr: Nichts an einem Flugzeug erinnert eher an die Zahl 2 als an eine andere Zahl (zumindest auf den ersten Blick) – damit ist es nicht schwer, die 2 zu vergessen. Wie merkt man sich
die Telefonnummer eines Freundes – den nichts mit dieser willkürlichen Reihe von Zahlen verbindet? Oder einen neuen Begriff wie „Hippothalamus“, wenn man sich nicht vorstellen kann, auf was er verweist? Ganz einfach: wenn keine Assoziation vorhanden ist, muss man eben eine schaffen. Im Fall des Fluges kann man die Zahl Zwei mit der Zahl der Flügel verbinden. Zwei Flügel – zwei Uhr, und schon ist die
Abflugzeit eingeprägt. Es ist nun zehn Mal wahrscheinlicher, dass die Abflugzeit im Langzeitgedächtnis haften bleibt. Den Assoziations-Effekt kann man auch in Wortspielen trainieren – wie bei Brückenwörtern beispielsweise.






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