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Autor:Ingo Peters
Datum:10.10.2007
Views:873
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Die sprichwörtlichen Hemden


Manche Sprichwörter oder Redewendungen geben dem genauen Betrachter regelrechte Rätsel auf und animieren zu genaueren Recherchen.
„Sich ins Hemd machen“ ist zum Beispiel so eine Redewendung.
Was haben also Hemden mit der täglichen Notdurft zu tun?
Es sei denn, man hatte sein Hemd ungeschickter Weise auf der Toilette nicht ganz unter Kontrolle und da ist es dann passiert.
Aber das trifft ja nicht den Sinn dieses Sprichwortes. Wenn sich „jemand ins Hemd macht“, hat jemand Angst vor etwas, der hat einfach „Schiss“, der stellt sich an.
Okay, davon hat man schon mal gehört, dass sich einer vor Angst „in die Hosen“ macht.
Tja, in die Hose und eben nicht ins Hemd!
Was ist denn jetzt schlimmer? Die Hemden voll machen oder die Hosen? Oder ist beides gleich daneben. Wo ist der Unterschied, wenn es denn einen gibt?
Und woher kommt diese Redewendung?
Mit den Hemden könnte es sich so zugetragen haben:
Im Mittelalter gab es zum Beispiel keine Unterwäsche oder erst sehr spät. Die Hemden waren deshalb viel länger. Auf diese Weise konnten die überlangen Hemden umgeschlagen, umgelegt und so gewickelt werden, dass sie gleich als Unterwäsche mit zu gebrauchen waren.
Na, und wenn sich dann jemand vor Angst...
da kann man sich vorstellen, welches Kleidungsstück betroffen war.
Es gab aber auch Menschen, die nur überlange Hemden trugen, keine Hosen. Bei Frauen natürlich sowieso. Da kam höchstens noch ein Gürtel drum und das war es schon.
Wenn da mal was vor Angst daneben ging, war natürlich dann immer das Hemd betroffen.
Hosen gab es erst viel später. Deshalb könnte man sich vorstellen, dass das Hosen-Sprichwort erst später populär wurde.






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