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| Infos zum Artikel | | Autor: | Peer Gynt | | Datum: | 26.01.2012 | | Views: | 84 |  |
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Die Ehrlichen ihrer ZunftDie Fotografie startete mit einem gewaltigen Vertrauensvorschuss der Menschen ihre beispiellose Karriere. Galt seit jeher das menschliche Auge als mit Schwächen behaftet und unzuverlässig, so sah man in den Anfängen der Fotografie in einer Aufnahme immer ein beweiskräftiges Indiz, das im Gegensatz zum menschlichen Auge weder vergessen noch sich irren könne, da es einen in Stein gemeißelten Moment in aller Schärfe zeige und unbestechlich nur das tatsächlich Wahre abbilde. Während das Gehirn einen Großteil der über das Auge aufgenommenen Sinneswahrnehmungen und Informationen ausfiltert und sich nur auf das konzentriert, was momentan wichtig ist, verschleiert eine Fotografie in der Tat nichts und das Abgebildete wird nicht durch Emotionen verzerrt.
Aber schon die Tatsache, dass das Entstehen eines Bildes unter Einfluss von Emotionen geschieht, lässt Zweifel daran wachsen, wie objektiv ein Objektiv denn wirklich ist. Manipulativ kann ein Bild nämlich auch dann sein, wenn es gar nicht verändert wurde – allein Blickwinkel, Zeitpunkt, Schärfe und Farbe – alles vom Fotografen beeinflussbar – sind ein ergiebiger Werkzeugkasten für jeden, der gerne manipuliert. Eine Technik, die bei jedem beliebigen Imagefilm zum Einsatz kommen könnte. Manipuliert werden gerne die Fotografien von Gärten und Häusern, die zum Verkauf stehen. Durch Wahl des Blickwinkels vermittelt man Weite und meidet vielleicht bewusst unvorteilhafte Szenen. Alles in allem ist man inzwischen vorsichtiger mit Bildern, wenngleich insbesondere Journalisten und Künstler sich einen Ruf erhalten haben als ehrbare Fotografen.
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