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Infos zum Artikel
Autor:Frank Meier
Datum:17.01.2012
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Blinddarmentzündung

Die Blinddarmentzündung (Appendizitis) ist eine Entzündung des Wurmfortsatzes, dem sogenannten Appendix vermiforis. Jener befindet sich in der Nähe der Einmündung des Dünndarms und ist eine Aussackung des Dickdarms. Der Blinddarm leistet keinen Anteil für die Verdauung, bietet jedoch diverse Aufgaben bei der Immunabwehr. Eine Blinddarmentzündung kommt in sämtlichen Altersstufen vor, gleichwohl sind oftmals Kinder und junge Menschen betroffen. Ungefähr 7 % der Bevölkerung erkranken im Laufe ihres Lebens, somit ist die Blinddarmentzündung eine der häufigsten Darmkrankheiten.

Die häufigste Quelle für eine Appendizitis ist ein Darmverschluss. Die dadurch entstandene Kotstauung löst die Entzündung aus. Gelegentlich wird die Darmverstopfung auch von Störenfrieden wie Kirschkernen, Tumoren oder Würmern herbeigeführt. Eine zusätzliche Voraussetzung für eine Appendizitis ist eine Entzündung des gesamten Darmtraktes. Dies ist etwa bei Leiden wie Morbus Crohn der Fall. Eine dritte potentielle Quelle ist eine bakterielle Infektion des Appendix. Dabei vervielfachen sich Enterokokken, Proteus- oder Kolibakterien an dieser Position und führen zu einer Entzündung.

Als allererstes Krankheitszeichen macht sich ein dumpfer Schmerz im Bereich des Bauchnabels oder der Oberbauchhälfte bemerkbar. Später beginnt auch der rechte untere Teil des Bauches zu schmerzen. Der Schmerz verstärkt sich bei Bewegung, gerade beim Gehen. Eine Blinddarmentzündung ist aber nicht die einzige Ursache von Bauchschmerzen. Zusätzliche Anzeichen einer Appendizitis sind Anorexie, Unwohlsein und Brechreiz. Es kann obendrein zu Fieber kommen, meistens ist die Temperatur bloß nur geringfügig erhöht. Stuhlverhalt tritt auf, sofern als Ursache eine Darmverstopfung vorliegt und der Betroffene den Kot nicht entleeren kann. Bei Kindern sind die Schmerzen stärker, bei Erwachsenen nicht so stark ausgeprägt.

Die Heilmethode besteht in erster Linie aus der operativen Beseitigung des Wurmfortsatzes. Mit einer gering gewebsverletzenden OP, bei welcher die Bauchwand mit nur drei Schnitten geöffnet wird, wird der Wurmfortsatz des Blinddarms mit dem Endoskop identifiziert und anschließend entfernt. Diese Methode wird übrigends Schlüssellochchirugie genannt. Bei einer schweren Entzündung befürwortet man allerdings die Behandlung durch eine große OP mit Bauchschnitt.






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