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Autor:kaminholz-wissen.de
Datum:04.01.2012
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Zur nachhaltigen Holzheizung wechseln

Eine Holzheizung im Haus zu haben ist in den letzten Jahren erneut für etliche Häuslebauer eine echte Alternative geworden. Steigende Erdöl- und Erdgas Preise, eine schlechte Ökobilanz der fossilen Brennstoffe und die Abhängigkeit von Lieferanten und Energiekonzernen lassen Aufgrund dessen das Holz und dessen Äquivalente als Energiequelle mehr und mehr in den Vordergrund rücken. Doch was sollte man beim Umstellen auf Pelletheizung und Co. besonders beachten? Eine Antwort auf diese und weitere Fragen soll in diesem Beitrag gefunden werden.

Ist eine Nutzung des vorhandenen Schornsteins denkbar?
Schon zu Beginn des Artikels eine schwierige, aber notwendige Frage. Wird zurzeit eine Ölheizung eingesetzt stehen die Chancen nicht allzu schlecht, dass auch die kommende Heizungsanlage wieder mit dem alten Schornstein genutzt werden kann. Wird aber aktuell eine Gasheizung genutzt, ist nur selten eine Nutzung des bestehenden Abgasrohres möglich, da sie oft nicht für die sehr heißen Emissionen von Brennholz Heizungen ausgelegt sind. Konkretes kann Ihnen aber ihr Kaminfeger direkt vor Ort sagen. Sprechen Sie den Kaminkehrer aber erst an, wenn Sie exakt wissen was Ihre künftige Heizung auszeichnet (Pelletheizung, Stückholzheizung, Brennwertheizung etc.).

Welcher Heizugstyp darfs denn werden?
Die Idee mit Holz zu heizen reicht leider noch nicht ganz aus um ein Vorhaben auch umzusetzen. Neben der simplsten Version, dem Schwedenofen im Wohnraum sind noch verschiedenste andere Heizmöglichkeiten für die unterschiedlichen Einsatzzwecke möglich. Im Folgenden ein paar Möglichkeiten:

. Schwedenofen - zum Beheizen einzelner Räume nutzbar
. Kachelofen - zum zentralen heizen einer Etage oder zentral im Haus
. Pelletzentralheizung - Meist als Heizung im Keller genutzt, aber auch als Einzelofen erhältlich
. Holzvergaserkessel - Kellerheizung für Stückholzbefeuerung
. Hackschnitzelheizung - Nur für größere Anlagen ab ca. 20KW Leistung geeignet
. Mikro BHKW auf Basis von Holzpellets (oder Holzhackschnitzeln) - Zentralheizung und Stromgenerator in einem.

Brennstoffmengen und Lagerraum planen
Der Raumbedarf zur Lagerung des Brennmaterials ist gegenüber Mineralöl und Gas bei Holz wesentlich höher. Erdgas Nutzer benötigten bis dato gar keine Lagermöglichkeiten und bei Erdöl reichte bisher ein einfacher Tank zur Lagerung aus. Wer sein Haus mit Scheitholz heizen möchte benötigt Lagerfläche für etwa 12-18 Raummeter Brennholz,soll nur ein Raum oder ein Teil des Gebäudes beheizt werden, so wird im Regelfall nur ungefähr ein Drittel der angegebenen Menge benötigt. Kaminholz lagert sich am besten draußen im Garten im Unterstand auf dem Rasen oder im Schuppen falls vorhanden. Pellets kommen entweder lose oder in Säcken und hier sollte Lagerfläche für etwa 3-6 Tonnen Pellets für ein Einfamilienhaus und pro Saison geplant werden. Hackschnitzel werden meist in Silos gelagert. Bei einer Anlage von etwa 20 Kilowatt Heizleistung (2-4 Familienhaus) sollte man etwa mit 12-18 m³ Lagerfläche rechnen. Auch die Hausdämmung hat einen starken Einfluss auf den Brennstoffbedarf, sodass die hier beschriebenen Mengen auch nach oben und unten abweichen können.

Wie hoch sind die Kosten der Heizungsumstellung?
Natürlich kommt bei der Überlegung zur Umstellung der Heizungsanlage auch schnell die Frage nach den zu erwartenden Kosten auf den Tisch. Eine Aussage zu den enstehenden Kosten kann hier allerdings nicht getroffen werden, da die individuellen Umstände viel zu ungleich sind. Dabei ist ein wichtiger Punkt welche Art Anlage aufgebaut werden soll (Holzpellets, Stückholz, Holzhackschnitzel), zum anderen ob die bestehende Heizungsanlage nur erweitert werden soll, oder vollständig neu aufgebaut wird. Daneben ist ebenfalls Kostenrelevant, ob Teile der Anlage weiter benutzbar bleiben (z.B. Schornstein, Lagerflächen etc.) oder ob auch hier alles erneuert werden muss. Einen Vorteil über Zeit bieten die gegenwärtig im Verhältnis noch günstigen Preise für Brennholz, Pellets oder Holzhackschnitzel den fossilen Brennstoffen gegenüber. An diesem Punkt liegt einiges an Einsparpotential, dass auf jeden Fall in die Kostenrechnung mit einbezogen werden sollte.

Ich wünsche Ihnen alles Gute bei Disposition und Umsetzung Ihres Vorhabens. Ich bin sicher Sie werden eine für Sie passende Lösung finden und viele Jahre Freude mit dem natürlichen Brennstoff Kaminholz haben.





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