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| Infos zum Artikel | | Autor: | Paul Bernd Fasch | | Datum: | 25.11.2011 | | Views: | 84 |  |
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Die Bremer StadtmusikantenWer kennt sie nicht- die stadtberühmten Tiere: Hund, Katze, Hahn und Esel. In Bremen ist ihnen ein Denkmal gesetzt, denn sie machen den kleinen deutschen Stadtstaat weltberühmt. Als die Gebrüder Grimm, ihres Zeichens Mitbegründer der deutschen Märchen und Philologie, die Geschichte von den vier Tieren schrieben, war der Erfolg dieses Werkes noch nicht absehbar. Jetzt hinterlässt das Märchen immer noch seine Spuren.
Dass ein von der Schlachtung gefährdeter Esel, ein streunender Hund, eine Katze und ein Hahn zu Helden mutieren, ist vielleicht nicht das realistischste Märchen seiner Zeit, aber auf jeden Fall eines der schönsten. Das Quartett macht sich auf nach Bremen um die Stadt mit ihrer Musik zu betören, auf ihrem Weg dorthin treffen sie ziemlich entkräftet und ausgehungert auf ein Rasthaus mit Ganoven. Durch Zusammenarbeit und ihren „Gesang“ schaffen sie es diese zu vertreiben. Die Reise nach Bremen muss der Idee weichen, jetzt für immer in diesem Gasthof zu hausen und dort einen schönen Lebensabend zu verbringen.
Die Stadtmusikanten, die man heutzutage in Bremen antrifft, heißen beispielsweise Flo Mega und belegen bei dem allseits beliebten Bundesvision Songcontest, der Konkurrenzveranstaltung der Eurovision Songcontest, den zweiten Platz. Die musikalische Prägung der Stadt war und ist also geprägt von Erfolg, da ist es auch kein Wunder, dass Bremen seit 2005/2006 in seiner Universität die Studiengänge Musikpädagogik und Musikwissenschaft anbietet. Spätestens seit dem Doppeljahrgang, der seit Oktober zu Teilen in den Hörsälen sitzt, wird Bremen keine Schwierigkeiten haben Stadtmusikanten-Nachwuchs zu finden. Auch in Bremen sind die Hörsäle überfüllt und der Wohnungsmarkt ist auch überflutet von Studenten, die händeringend eine günstige Unterkunft suchen, so wird vom Bremer Kleinanzeiger berichtet.
Wären wir im Märchen, könnten sich die Studenten dann einfach zusammen tun, eine Räuberleiter bauen und die Bewohner aus ihren Häusern „singen“, aber das können wohl nur Superhelden wie Esel, Katze, Hund und Hahn.
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