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Infos zum Artikel
Autor:Peter Schäller
Datum:28.10.2011
Views:85
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Abu Simbel

Während des Verlaufs einer Nilkreuzfahrt wird von den Reiseveranstaltern ein Abstecher nach Abu Simbel angeboten. Wer einmal die Gelegenheit hat, dieses imposante Bauwerk zu besuchen, sollte auf jeden Fall die Gelegeneheit nutzen. Meist ist dieser Aufsflug im Programm von Nilkreuzfahrten enthalten, jedoch bei den meisten Veranstaltern nur fakultativ gegen einen Aufpreis im Angebot. Der Preis bewegt sich dabei ungefär zwischen 80-95 Euro.

Abu Simbel ist ein Ort im nubischen Teil Ägyptens, und liegt ca. 240 Kilometer südlich von Assuan entfernt. Die Reise durch die Wüste kann man entweder mit dem Flugzeug von Assuan aus in kurzer Zeit zurücklegen, oder sich einem Buskonvoi anschließen. Aus Sicherheitsgründen fahren die Busse mit Militärschutz, die Fahrzeit pro Strecke beträgt 4 Stunden. Für alle Interessenten heißt es dann aber sehr früh aufzustehen, da sich der Konvoi spätestens 4 Uhr morgens in Bewegung setzt.

Abu Simbel ist ja nicht nur eine Ortschaft mit ca. 2500 Einwohnern, sondern der berühmte Standort des Tempels von Ramses des II. Dieser Tempel ist auch als Felsentempel bekannt, und wurde im 13. Jahrhundert v. Chr. errichtet. Der Tempel ist ein Zeichen des Ruhmes Ramses des II., dieser herrschte für damalige Verhältnisse sehr lange in der 19.Dynastie des altägyptischen Neuen Reiches. Unmittelbar neben dem Pharaonentempel schließt sich ein etwas kleinener Tempel an - der Hathor-Tempel. Diesen lies Ramses der II. für seine Lieblingsfrau Nefertari errichten, und ist ebenfalls ein eindrucksvolles Bauwerk.

Eine große Besonderheit des Tempels in Abu Simbel ist seine Geschichte in der Neuzeit. Anders wie alle anderen Tempel in Ägypten, mußte dieser seinem Standort auf Grund des Staudammbaus weichen. Der Tempel drohte im Zuge der Bauarbeiten im Wasser des steigenden Nassersees unterzugehen, da bei dieser Baumaßnahme ganz Unternubien überflutet wurde.

Um eine Katastrophe zu verhindern und den Tempel zu retten, schlossen sich weltweit mehrere Länder zusammen, um die gesamte Tempelanlage 60 Meter höher zu setzen. Dazu mußte der gesamte Bau in unzählige Böcke zersägt und an anderer Stelle haargenau wieder zusammengefügt werden. Fast in letzter Minute gelang es Wissenschaftlern und fleißigen Helfern, dieses einzigartige Monument zu retten. Die Arbeiten wurden derart exakt ausgeführt, daß die Besucher von Heute kaum noch Spuren dieser einmaligen Aktion bemerken. Die gesamte Anlage ist frei zugängig und bietet wundervoll erhaltene Malereien und Steinmetzarbeiten im Innenbereich. Im Haupttempel findet zwei mal jährlich ein besonderes Schauspiel statt. Denn genau am 22. Februar und am 22. Oktober läßt die Sonne ihre Strahlen genau in das sogenannte "Allerheiligste" scheinen, und erhellt die beiden Statuen von Ramses des II. und seiner Frau Nerfertari.

Vor den Tempeln stehen sogenannte Tempelwächter mit einem großen Schlüssel( der Schlüsssel ist der Hieroglyphe des ewigen Lebens nachgebildet) und achtet darauf, daß beim täglichen Besuch zahlreicher Touristen dieses einzigartige Monument nicht zu Schaden kommt. Seit 1979 steht übrigens die gesamte Tempelanlage auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO, und kommen sie im Innenbereich der Tempel von Abu Simbel nicht auf die Idee zu fotografieren, denn das ist nicht gerne gesehen.

Die Ausflüge nach Abu Simbel sind bei einer Nilkreuzfahrt so organisiert, daß alle Gäste pünktlich am Mittag wieder auf Ihrem Nilkreuzfahrtschiff sind.





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