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Infos zum Artikel
Autor:Oliver Krumes
Datum:20.10.2011
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Wie funktioniert eine Lichtfeldkamera?

Das Lichtfeld und die Tiefenschärfe

Was man „Lichtfeld“ nennt, ist einfach zu erklären: Es handelt sich hier um die Gesamtmenge aller sichtbaren elektromagnetischen Wellen, die auf ein Feld (d. h. eine vordefinierte Fläche) treffen. Für eine Lichtfeldkamera nun heißt dies: Es ist eine Fläche voller Mikrolinsen eingerichtet, die das eintreffende Licht gleichmäßig erfassen. Jeder Bildpunkt wird zwei Mal gebrochen – jeder Linse speichert dieselbe Tiefenschärfe. Der Vorteil: Während des Fotografierens ist eine Schärfeeinstellung unnötig. Sondern diese erfolgt erst in der Nachbearbeitung – ist eine Ansicht einmal fotografiert worden, kann der Fokus auf jedes Objekt per PC eingestellt werden (unabhängig, ob es hier um den perspektivischen Hinter- oder Vordergrund geht). Autofokustechnik wie bei der Digitalkamera ist hier nicht erforderlich, Objektive wie bei Spiegelreflexkameras ebensowenig.

Hell und dunkel – im Nachhinein auszugleichen

Die Lichtfeldkamera ist bereits schon seit 1980er Jahren in Betrieb – jedoch steht sie erst seit 2011 für den privaten Verbrauchermarkt zur Verfügung. Am 3. März 1908 begründete der französische Physiker und Professer Gabriel Lippmann (1845 bis 1921) die sogenannte „Integralphotographie“ – die Grundlage der Lichtfeldkamera. Viele Mikrolinsen generieren auch hier ein Bild. Auch durch das Gitter der Linsen in den heutigen Kameras erweitert sich die Gesamtsumme aller Bildpunkte zu einem Kegel, der in Form eines Kreises auf die Fläche der Sensoren trifft. So lässt sich die Richtung des Lichtstrahls auch speichern (dies ist die sogenannte vierte Dimension). Per Software kann man die Schärfe nachträglich neu berechnen und somit die Kontrastgestaltung aus einer Aufnahme heraus in einer solchen Vielfalt variieren, wie es Bildpunkte gibt. Ein Vorteil der Lichtfeldkamera besteht somit darin, dass nicht viele verschiedene Aufnahmen von Objekten oder Vorgängen gemacht werden müssen, um das beste Foto auszuwählen – ebenso reicht ein Schnappschuss völlig, um verschiedene Effekte aus einem Bild hervorheben zu können. Dies kommt – und dies ist der weitere Vorteil – auch und gerade bei mangelhafter Umgebungsbeleuchtung zum Tragen: der ISO-Grad kann nachträglich korrigiert bzw. verändert werden.






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