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Infos zum Artikel
Autor:Andrea Simon
Datum:06.07.2007
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Erzgebirgische Volkskunst

Räuchermännchen besitzen im Erzgebirge eine jahrhundertlange Tradition.

Ungefähr Mitte des 18. ten Jahrhundert kam man auf die kreative Idee, für das Räucherwerk Männchen erzeugen, die so genannten Räuchermänner, jene in ihrem Inneren die Räucherkegel aufnehmen und den durch Verbrennung entstehenden Qualm über ein runde Öffnung (Mund) wieder abgeben. Diese sehr alte Erzgebirgische Volkskunst wird auch noch derzeit von einigen namhaften Kunstgewerbe-Fabrikationsstätte wie die KWO und Hubrig weitergeführt.

Die produzierten Artikel, die zunächst nur aus Lichterfiguren, den Lichterbogen, bzw. Schwibbogen bestand, wurde schon vor Jahren immer wieder mit modernen Männchen erweitert. Neben
Krippen, Krippenfiguren, die Erzgebirge Pyramide und Nussknacker, die traditionell zur Weihnachtsdekoration gehören und weit über das Erzgebirge hinaus bekannt sind, werden heute auch modische Kantenhocker, Spieldosen und Blumenkinder angefertigt.

Wie zu diesen vergangenen Zeiten, wird auch derzeit noch jede Holzfigur in Handarbeit erstellt, gefeilt und traditionell angemalt. Als Motivvorlagen für die altertümlichen Männchen dienten die ehemaligen Handwerksberufe. Bergleute und Schmiede waren besonders beliebte Figuren. Weitgehend orientierte sich Sehr Vieles an den Bergbau. So neben den Figuren auch die Schwibbögen, die einen damaligen Stolleneingang darstellen und zeigen, wie die damaligen Bergleute zur Mettenschicht ihren Stolleneingang sahen. Der erste Schwibbogen wurde 1726 aus Eisen angefertigt. Zu späteren Zeit auch aus Holz.

Jener Zeit stellte jede Bergmannsfamilie im Erzgebirge, Bergmannsfiguren und Engel mit Kerzen ins Fenster. Sie sollten den nach der Arbeit heimkehrenden Bergmann Licht spenden. Anhand der Anzahl der aufgestellten Bergmanns- und Engelfiguren konnte die Nachbarschaft erkennen, wie viele Töchter, bzw. Söhne Familienmitglieder zu einer Familie gehörten.
Die weit bekannten Erzgebirgischen Pyramiden zierten schon um 1800 zur Adventszeit die Kirchen. Arbeitsvorlage war dafür eine Schachtförderanlage, die damals mit Wasser oder Pferdekraft in Bewegung gesetzt wurde. Die Pyramiden selbst wurden so gebaut, dass sie mit der warmen Luft der Kerzen in Bewegung gesetzt werden.
Nun finden sich nicht nur im Erzgebirge kleine Geschäfte, in denen Männchen und Erzgebirgische Volkskunst erstanden werden können. Auf Christkindlmärkten weithin, sind immer wieder Markthütten vertreten, die diese Erzgebirgische Handwerkskunst anbieten.
Bergmannsfiguren und Räuchermänner gehören mittlerweile zur Weihnachtszeit wie der Weihnachtsbaum und sind auch immer ein gern gesehenes Geschenk.





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