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Autor:Andreas Schlüter
Datum:23.06.2007
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Die Grünlippmuschel

Die Grünlipp-Muschel (Perna canaliculus) wird überwiegend aus Aquakulturen (Hängeleinenkultur) geerntet, da die Wildbestände unter Artenschutz stehen. Diese Zuchtfarmen sind an den Küsten Neuseelands, überwiegend im Marlborough- oder Hauraki-Sound, zu finden. Wie die Miesmuscheln, bilden die Grünlipp-Muscheln Muschelbänke und sind endemisch. Da die Grünlipp-Muschel der Miesmuschel ausgesprochen ähnlich ist, wird sie auch als Neuseeland-Miesmuschel bezeichnet. Einmal im Jahr werden bis zu 60.000 Tonnen der etwa zwei Jahre alten, 10 bis max. 24 cm langen Muscheln geerntet und zu 90% weltweit als Delikatesse exportiert. Auch hierzulande sind sie unter dem Namen Neuseeländische Grünschalmuschel im Handel erhältlich.
Etwa 10 % der Jahresernte werden jedoch für pharmazeutische Zwecke und zu Zwecken der Nahrungsergänzung weiterverarbeitet, indem das Muschelfleisch schonend gefriergetrocknet, pulverisiert und in Kapsel-oder Tablettenform angeboten wird.
Die Grünlipp-Muschel zeichnet sich durch ihre hohe Konzentration an Glucosaminglykanen (langkettige Aminozuckerverbindungen) aus. Diese sind wichtige Bestandteile für die Struktur der Gelenkflüssigkeit (Gelenkschmiere, Synovialflüssigkeit) und stellen somit einen natürlichen Knorpelaufbaustoff dar; sind jedoch ebenfalls Grundsubstanzen unserer Haut sowie des Bindegewebes.
Bisher wurde angenommen, dass vor allen Dingen Phosphor-Glycogen und Omega 3 Fettsäuren die aktiven, natürlichen Substanzen der Grünlipp-Muschel sind, die sie so erfolgreich als unterstützendes Nahrungsergänzungsmittel bei Beschwerden des Gelenk- und Bewegungsapparates gemacht haben.
Mittlerweile weiß man jedoch, dass diese Wirkung zusätzlich auch der bemerkenswerten Reichhaltigkeit an Vitamin B12, Selen und ungesättigten Fettsäuren in den Lipiden (Fetten) zu verdanken ist. Auch ihr Eisengehalt ist bemerkenswert, denn bereits 2000mg dieses gefriergetrockneten Muschelpulvers decken 5% des Tagesbedarfes einer Frau und 10% des Tagesbedarfs eines Mannes ab.

Omega Fettsäuren
Insbesondere die Omega Fettsäuren haben in den letzten Jahren, nicht nur in Medizinerkreisen, im Bezug auf die Ernährung starke Aufmerksamkeit erregt. Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren sollten bei der Nahrungsaufnahme in einem ausgewogenen Verhältnis von 1:5 zueinander stehen. Weltweit sind Wissenschaftler und Lebensmittelbehörden jedoch zu der Erkenntnis gekommen, dass die westlichen Länder mit ihrer durchschnittlichen Ernährungsweise zuviel an Omega-6 Fettsäuren zu sich nehmen, was derzeit zu einem unausgewogenen Verhältnis von etwa 1:8 führt. Daraus resultierend sind die Zellmembranen überdurchschnittlich hoch mit den Vorstufen von Substanzen angereichert (z.B. der Arachidonsäure), die entzündliche Prozesse, beispielsweise des Gelenk- und Bewegungsapparates, fördern.
Sämtliche Pflanzenöle enthalten Omega-6, welches nahezu vollständig aus Linolensäuren und deren Derivaten besteht. Gamma-Linolensäure beispielsweise zählt zu den Omega-6 Fettsäuren, die als besonders wertvoll erachtet werden. Sie ist unter anderem enthalten in Nachtkerzensamenöl, schwarzem Johannisbeerkernöl, in Hanföl und Hanfsamen.
Omega-3 Fettsäuren hingegen sind nur vereinzelt in Pflanzenölen enthalten. Alpha-Linolensäure ist zu finden z.B. in Sojaöl, Hanföl, Rapsöl und besonders in Leinsaatöl. Darüber hinaus enthalten sämtliche Fische und Schalentiere Omega-3 Fettsäuren und die biologische Wertigkeit der marinen Form wird aus wissenschaftlicher Sicht als 5-10 mal wirksamer erachtet als die Form pflanzlichen Ursprungs.
Bis in die heutige Zeit ist die Grünlipp-Muschel Teil der täglichen Ernährung der neuseeländischen Maoris, denn als natürliche Quelle an Proteinen, Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Enzymen und wertvollen Omega-3 Fettsäuren stellt sie uns Substanzen zur Verfügung, welche hervorragend geeignet sind Gelenkbeschwerden und Bewegungsstörungen vorzubeugen oder lang anhaltend zu reduzieren.
Aufgrund des natürlichen Ursprungs besteht eine altersunabhängige, gute Verträglichkeit für Mensch und Tier und eine unbedenkliche, lang anhaltende oder dauerhafte Anwendung ohne negative Nebenwirkungen wird ermöglicht.

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