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| Infos zum Artikel | | Autor: | Jürgen Reschke | | Datum: | 09.01.2011 | | Views: | 352 |  |
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Erneuerung des Karnevals im 19. JahrhundertDer rheinische Karneval hat eine vielschichtige, bis ins Mittelalter zurückreichende Tradition. Diese war jedoch nicht kontinuierlich, sondern durch mehrere Brüche gekennzeichnet. Die vielleicht wichtigste Zäsur - eine regelrechte Karnevalsreform - wurde Anfang des 19. Jahrhunderts vorgenommen.
Die Reform hatte den Hauptzweck, den Karneval für das Bürgertum und für die preußischen Machthaber, die nach der militärischen Niederlage Napoleons die Karnevalshochburgen regierten, beherrschbar zu machen. War der Karneval zuvor in den Händen des einfachen Volkes, wurde er von den Preußen zunächst de facto verboten, um dann reformiert wieder zugelassen zu werden.
Ein Kernstück der Reform, die von einem eigens eingesetzten Komitee in Köln erarbeitet wurde, waren die Karnevalsumzüge. Im Jahr 1823 startete der erste Kölner Rosenmontagszug. Er sollte das Vorbild für viele ähnliche Umzüge werden, nicht nur im rheinischen Raum, sondern in vielen Teilen Deutschlands. Diese Umzüge waren nicht nur eine neue Ausdrucksform des närrischen Treibens, sondern hatten auch den Vorteil, für die Regierenden überschaubar und kanalisierbar zu sein.
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