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Autor:Julia Schlicht
Datum:04.11.2010
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Ein Apfel am Tag

„An apple a day keeps the doctor away.“ Dieses englische Sprichwort, dass auf deutsch übersetzt soviel heißt wie „Ein Apfel am Tag hält den Doktor fern.“, ist schon sehr alt und wird trotzdem, und aus guten Gründen, auch heute immer noch benutzt. Äpfel waren und sind ein bewährtes Hausmittel gegen allerlei Beschwerden, und sie enthalten tatsächlich eine kleine Apotheke an gesunden Inhaltsstoffen.

Vor allem ihr hoher Gehalt an Pektin, einem löslichen Ballaststoff, sorgt für die reinigende und entgiftende Wirkung. Diese Wirkung ist auch der Grund, warum Äpfel in dem Bereich der Hautpflege so bedeutend sind. Bereits Hildegard von Bingen pries übrigens die Heilwirkung von Apfelblüten gegen Migräne und Kopfschmerzen, und machte dies zum Thema in der Frauengesundheit. Vor einigen Jahren wurden die gesundheitsfördernden Einflüsse des Apfelessigs neu entdeckt. Anstelle Diätpillen einzunehmen, kann man den natürlichen Apfelessig trinken, um Gewicht zu verlieren.

Dadurch wurden schon große Erfolge beim Abnehmen erzielt. Ursprünglich kommt der Apfel nicht etwa aus dem Paradies, sondern aus Kleinasien. Und zwar ist die Urform der kleine Holzapfel. Von Kleinasien gelangte er Apfel über Ägypten und Griechenland zu den Römern, die bereits 22 verschiedene Sorten kultiviert hatten. Mittlerweile gibt es über 1000 verschiedene Apfelsorten weltweit, von denen jedoch leider nur etwa zwei Dutzend noch im Handel angeboten werden.

In Deutschland ist der Apfel die beliebteste Obstsorte. Kein Wunder, steht er doch symbolisch für die Liebe, Natürliche Schönheit und Verführung, genauso wie für Erkenntnis, Reichtum und Macht. Äpfel senken auch den Cholesterinspiegel. Zu verdanken ist dies dem hohen Pektingehalt. Pektin enthält, wie Stärke oder Zellulose, langkettige Kohlenhydrate, die eine sehr gute Bindefähigkeit haben. Deshalb verwendet man Pektin auch zum Beispiel zur Marmeladenherstellung.

Pektine sind in der Lage, Gallensäuren, die ja im Körper aus Cholesterin hergestellt werden, im Darm zu binden. So verbraucht der Körper Cholesterin für die Produktion neuer Gallensäuren, und der Cholesterinspiegel im Blut sinkt. Wenn man pro Tag regelmäßig zwei bis 3 Äpfel isst, kann der Cholesterinwert bis zu 30 Prozent sinken. Außerdem verhindern Äpfel die Oxidation von Cholesterin und schützen so Herz und Kreislauf. Besonders in gelben und roten Äpfeln sind große Mengen von Flavonoiden und Phenolsäuren enthalten, vor allem Quercetin, das uns auch in Zwiebeln und Tee begegnet. Diese Phenolverbindungen können im Körper freie Radikale und andere gefährliche Sauerstoffverbindungen einfangen, und auf diese Weise zum Beispiel die Oxidation des LDL Cholesterins im Blut verhindern. Äpfel sind heutzutage das ganze Jahr über erhältlich.






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