Das Artikelverzeichnis
Für Premium Autoren





Share/Bookmark

Infos zum Artikel
Autor:Elizabeth Bourne
Datum:25.09.2010
Views:253
Bewertung
Artikel bewerten


Welch Debakel

Letzte Woche wollten die Zeitungen, Zeitschriften, Radiosender, Nachrichten und vieles mehr nur eins, über das Desaster überhaupt und den dafür Verantwortlichen hemmungslos, ohne Rücksicht auf Verluste, berichten. Doch was geschah überhaupt? Ein Topmanager, der seinen neuen Job als Vorstandschef antrat, sollte vor auserlesem Publikum und Presse seine Antrittsrede halten. Als diese besagte Person schwungvoll ans Mikrofon trat, ging man davon aus, dass nun eine durchdachte und ansprechende Antrittsrede, wie es sich ja in solch elitären Kreisen auch gehört, von seinen Lippen fegen würde.

Aber keiner konnte erahnen, dass der neue Amtsinhaber vor das Mikrofon trat um Witze zu erzählen, die absolut niveau- als auch geschmacklos waren und zudem äußerst chauvinistisch wirkten. Der Protagonist erfreute sich regelrecht an den entsetzen Gesichtern in dem vor ihm sitzenden Publikum und wie es den Anschein hatte, hatte er auch nicht vor, dies schnell zu beenden. Vorstandsmitglieder stürmten die Bühne und versuchten ihm das Mikrofon zu entreißen, um diesem Übel ein schnelles Ende zu bereiten. Nur durch die Handgreiflichkeit gleich mehrerer ausgewachsener Männer fand diese ominöse Antrittsrede endlich sein herbei gesehntes Ende. Doch diese Antrittsrede sollte noch lange in den Köpfen der Menschen und der Medien widerhallen.

Erst zwei ganze Tage später bezog ein Pressesprecher Stellung vor laufender Kamera und äußerste sich zu diesem Vorfall. Er betonte deutlich, dass man nun große Angst vor einem irreparablen Imageschaden habe durch diese aberwitzige Antrittsrede. Zugleich sagte der Herr, es läge bereits ein psychologisches Gutachten vor, welches eindeutig besage, dass der Protagonist dieser Antrittsrede an ausgeprägter Schizophrenie leide und diese durch die entstandene Aufregung quasi aktiviert wurde. Irrtümlicherweise wäre das erst leider jetzt ans Tageslicht befördert worden und hätte man dies bereits eindeutig vorher gewusst, hätte man diesen Vorfall mit größter Sicherheit unterbunden. Doch der Imageschaden, der angerichtet wurde, ist hoch und die vorher gut stehende Reputation dieses Unternehmens ist bis auf weiteres regelrecht dem Erdenboden gleich gemacht.






Copyright © 2006 - Artikelverzeichnis www.Seek-web.de  |  Impressum  |  Autoren-Login