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Autor:Jürgen Reschke
Datum:20.05.2010
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Die Tradition des Weihnachtsessens

Dass Weihnachten ein religiöses Fest ist, schlägt sich auch in den kulinarischen Bräuchen nieder. Traditionell war die Vorweihnachtszeit eine strenge Fastenzeit, in der Fleisch verpönt war. Der Heilige Abend zählte früher mit zu dieser Fastenzeit - erst am 1. Feiertag, also nach Jesu Geburt, durfte wieder aus vollem Herzen geschlemmt werden.

Diese Grundstruktur hat sich in Deutschland bis in die heutigen Tage erhalten: zu Heiligabend wird in deutschen Haushalten eher bescheiden getafelt, beispielsweise mit Kartoffelsalat und Würstchen. Dann am 25. Dezember gibt es das eigentliche Festmahl, zum Beispiel die beliebte Weihnachtsgans.

Aus der Not heraus, am Heiligen Abend auf viele Leckereien verzichten zu müssen, hat sich die Tradition des (religiös opportunen) Weihnachtskarpfens gebildet. Schon im Mittelalter hat man Karpfen und andere Fische extra zu diesem Zweck gezüchtet.

In anderen europäischen Ländern wird das Weihnachtsessen unterschiedlich gehandhabt. In den katholischen Staaten Italien und Polen wird am 24. Dezember gefastet und erst tags darauf opulent getafelt. Im ebenfalls katholischen Frankreich findet das große Festmahl schon zu Heiligabend statt.





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