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| Infos zum Artikel | | Autor: | Michaela Krüger | | Datum: | 24.03.2010 | | Views: | 467 |  |
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Die Gründe für eine AbmahnungWenn ein Internet-Nutzer eine Abmahnung bekommt, weiß er oft nicht genau, wie es dazu kommen konnte. Denn gerade junge Leute wissen zwar, dass das Herunterladen von Musik im Internet mittlerweile illegal ist, jedoch erwecken gewisse Tauschbörsen teilweise einen anderen Eindruck. Da es ja auch nie verboten war, privat seine CDs zu tauschen, denken gerade Jugendliche, dass auf den Musikplattformen nichts Illegales geschieht. Und wenn einem Internet-Nutzer doch bewusst ist, dass er eventuell gegen das Gesetz verstößt, geht er normalerweise davon aus, dass dies niemand bemerkt. Denn bei allen Musiktauschbörsen muss man sich als Mitglied anmelden. Die Nutzer nehmen also an, dass sie unter sich sind. Wenn ihnen dann doch eine Filesharing Abmahnung zugestellt wird, sind sie natürlich verwundert und angesichts der Höhe der geforderten Summe meist auch sehr erschrocken. Doch wie kann es überhaupt zu einer solchen Abmahnung kommen? Was viele User nicht wissen ist, dass die großen Musikkonzerne inzwischen spezielle Anwaltskanzleien beauftragen, die sich als User getarnt bei den Plattformen anmelden und diese nach verfolgbaren Mit-Nutzern durchforsten. Wenn es ihnen möglich ist, die IP-Adresse eines Users herauszufinden, speichern sie Datum, die Dateinamen und alle anderen verwertbaren Informationen, erstatten Anzeige und leiten ein Zivilverfahren ein. Auf diese Weise gelangen sie an die richtige Adresse des Internet-Nutzers, dem dann eine Abmahnung zugestellt wird. Doch das Vorgehen der Konzerne und ihrer willigen Helfer ist rechtlich umstritten. Machen die Mitarbeiter der Kanzleien sich nicht auch strafbar, wenn sie sich bei den Tauschbörsen als Mitglieder anmelden? Und entspricht die Höhe der geforderten Summen wirklich dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit? Viele Fachanwälte für IT- und Medienrecht sehen dies nicht so. Deswegen bieten sie Personen, die von einer Abmahnung betroffen sind, juristischen Beistand. Und dies meist mit Erfolg. Denn die umstrittene rechtliche Lage macht es möglich, dass zumindest die Höhe der in der Abmahnung geforderten Summe meist erheblich verringert werden kann.
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