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Autor:Andreas Mettler
Datum:03.03.2010
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Wie kommt der Kaffee in die Tasse?

Die meisten Menschen in Deutschland trinken täglich Kaffee. Doch kaum einer weiß wohl so genau, woher der Kaffee eigentlich stammt, welchen Weg er durchläuft, bis er in der Tasse landet, und wer so alles seinen Lebensunterhalt mit dem Kaffee verdient. Tatsächlich wird geschätzt, dass etwa 100 Millionen Menschen auf der Welt vom Kaffee leben. Und das sind bei weitem nicht nur die Kaffeehändler. Wo genau die historischen Ursprünge des Kaffeeanbaus liegen, ist nicht mit Sicherheit bekannt – man vermutet aber, dass der Kaffee aus Äthiopien stammt. Später verbreitete er sich in der islamischen Welt, erst später kamen die Europäer mit ihm in Kontakt. Insbesondere die Holländer führten den Kaffeeanbau in ihren Kolonien ein, so dass die Kaffeepflanzen heute überall in den Tropen und Subtropen wachsen – in Mittel- und Südamerika, Afrika und Südasien. Die wichtigsten Anbaugebiete sind derzeit Brasilien und Vietnam. Die Arbeiter auf den Kaffeeplantagen bekommen nur sehr wenig Geld, etwas mehr verdienen schon die Besitzer der Plantagen. Ein Großteil des Geldes wird jedoch von anderen Menschen verdient – weshalb in diesem Zusammenhang in den letzten Jahren auch vermehrt von Ausbeutung die Rede ist. Internationale Kaffeehändler bringen den Kaffee über die großen Häfen zu den Röstereien, in Deutschland liegen diese hauptsächlich in Hamburg und Bremen. Tatsächlich war Bremen schon der Ort, an dem erstmals auf deutschem Boden der Kaffee erwähnt wurde. Es ist dieser weltweite Transport, der den Kaffee so teuer macht – fast die Hälfte des Preises entsteht durch Transportkosten, wie etwa den Betrieb der Schiffe, aber auch durch Zölle und ähnliche Abgaben. Ein ähnlicher Anteil entfällt auf den Umsatz der Händler, wenn man die Zwischenhändler und den Einzelhandel – also etwa die Filialen der großen Kaffeeunternehmen – zusammennimmt. Das Pulver, aus dem wir das anregende Getränk brauen, hat also einen langen Weg hinter sich und ist durch viele Hände gegangen, bevor wir es endlich in der Tasse haben.





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