Vor einigen Jahren sah ich den Hollywoodstreifen „Titanic“ mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle.
Mich beeindruckte, dass die Titanic ein ganz prächtiges, großes, imposantes Schiff gewesen sein musste. Sie war ein Wunderwerk der damaligen Technik und galt als unsinkbar. Die Titanic wurde von klugen Ingenieuren konstruiert und ist von Menschenhand erbaut worden.
Bei ihrer Jungfernfahrt waren viele Auswanderer mit an Bord, die sich in den USA eine neue Existenz aufbauen wollten und auf ein besseres Leben hofften. Doch ihre erste Fahrt endete in der Katastrophe. Sie rammte einen Eisberg und sank. Das Undenkbare geschah, die unsinkbare Titanic ging unter und mit ihr über 1500 Menschen.
In den Zeiten der globalen Finanzkrise in deren Folge es zu einer globalen Wirtschaftskrise kommt, muss ich wieder an den Titanicfilm denken. Da gibt es Parallelen.
Die Weltwirtschaft, von Menschen erschaffen und von vielen klugen Leuten erdacht, erscheint so prächtig, groß und imposant. Ein Wunderwerk menschlicher Schaffenskraft, ein gigantischer Kollos der „unsinkbar“ erscheint und uns allen ein besseres Leben verspricht. Viele von uns erhoffen sich ein ständiges weltweites wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand für alle. Wenn dieser Zustand erreicht ist, dann erhofft man sich davon, dass es allen Menschen gut geht und wir Frieden und Wohlstand auf Erden haben. Es erscheint so als ob wir auf einer Art „Schifffahrt“ in ein besseres Leben sind. Doch das Schiff „Weltwirtschaft“ ist leck geschlagen und hat Schlagseite. Der Koloss Weltwirtschaft ist mächtig ins Wanken gekommen. Uns beschleicht ein banges Gefühl und wir sorgen uns um unseren Wohlstand und den Weltfrieden.
Für mich steht der Koloss „Weltwirtschaft“ auf tönernen Füßen. Wer groß und hoch bauen will muss zuvor ein tiefes Fundament auf festem Grund legen, ansonsten stürzt der Bau irgendwann ein. Jesus spricht am Ende seiner Bergpredigt, bei der er seinen Zuhörern predigte wie unser Leben gelingen kann, folgendes Gleichnis:
Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein;
Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein, und sein Fall war groß. (Matthäus 7 Verse 24-27)
Ohne Gott kann unser Leben auf Dauer nicht gelingen. Was Menschen ohne Gott schaffen, wird irgendwann untergehen. Auch noch so große und klug erdachte Werke und Institutionen sind dem Untergang geweiht. Das Geschöpf hat sich vom Schöpfer losgesagt und muss nun wie in Goethes Zauberlehrling feststellen, dass es ohne den Meister (Gott) nicht funktionieren kann.
Der Prophet Jesaja spricht davon, dass sich die Menschen von Gott losgesagt haben und nun ihrer Hände Werk anbeten (Jesaja 2 Vers 8).
Jesaja spricht in Jesaja 29 Vers 16: Wie kehrt ihr alles um! Als ob der Ton (Mensch) dem Töpfer (Gott) gleich wäre, dass das Werk (Mensch) spräche von seinem Meister (Gott): Er hat mich nicht gemacht! Und ein Bildwerk (Mensch) spräche von seinem Bildner (Gott): Er versteht nichts!
Jesus läd uns in seine Nachfolge ein, in ein Leben das tief in Gott gegründet ist und mit seiner Hilfe gelingen kann. Wer das tut, hat sein Lebenshaus auf festen Grund gebaut.