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| Infos zum Artikel | | Autor: | Andreas Mettler | | Datum: | 16.07.2008 | | Views: | 781 |  |
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Das Klistier im Wandel der ZeitDas Klistier kann auf eine lange andauernde Tradition zurückblicken. Bereits bei den Griechen des Altertums war seine reinigende und gesundheitsfördernde sowie abführende Wirkung bekannt und geschätzt, auch aus dem alten Ägypten sind Überlieferungen gefunden worden, die auf die selbstverständliche Nutzung der Darmspülung mit Hilfe eines Klistiers hinweisen, vermutlich gehörte es auch dort bereits zur Allgemeinmedizin. Die Wirkweise eines Klistiers ist dabei in den Jahrhunderten unverändert geblieben, es besteht immer im Grundsatz aus zwei Teilen, einem Vorratsbehälter, in dem sich die Spülflüssigkeit befindet – früher aus Tierblasen hergestellt, bei den Indianern des Amazonas aus Kautschuk, auch Flaschenkürbisse wurden getrocknet und ausgehöhlt für diesen Zweck eingesetzt. Um die Flüssigkeit, in der Regel warmes Wasser, ggf. mit Heilmitteln versetzt, in den Enddarm einzufüllen, wird eine Klistierspritze verwendet, ein Hohlrohr, das rektal eingeführt wird und dann die Flüssigkeit zur Spülung in den Mastdarm transportiert. Die moderne Medizin hat zwar die Materialien und die Beimischungen in der Spülflüssigkeit verbessert, so findet heute Gummi oder steriler Kunststoff Anwendung, doch das Wirkprinzip ist seit Jahrtausenden unverändert und seine Anwendung ebenso. Jedoch ist dank des Fortschrittes heute die Selbstverabreichung eines Klistiers möglich, so findet sich häufig in der häuslichen Pflege eine Birnspritze, die ein elastischer Gummiball ist, an deren Ende sich eine dünne Kanüle aus Kunststoff befindet, und das durch die kompakte Bauart auch selbstständig und ohne Hilfe angewendet werden kann. Zur Vorbereitung der Darmreinigung wird der Ball dabei einfach zusammen gepresst, so dass ein Unterdruck entsteht, so dass sich der Ballon mit Flüssigkeit voll saugen kann, bevor der Einlauf angewendet wird. Jedoch gibt es auch fertige Einmalklistiere, die bereits mit einer geeigneten Flüssigkeit gefüllt sind und die nach Verwendung vollständig entsorgt werden. Eine Besonderheit stellen die so genannten Mikroklistiere dar, die nur eine sehr geringe Menge Flüssigkeit beinhalten und zur rektalen Medikation genutzt werden.
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