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Autor:Julia Weise-Holtgräwe
Datum:17.04.2008
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Natürliche Seifen

Es ist kaum zu glauben, dass die alten Römer das Waschen mit Seife als Verweichlichung ansahen oder dass Seifen
im Mittelalter höchst verpönt waren und sogar zusammen mit dem Badewasser, für die Verbreitung der Pest verantwortlich gemacht wurden. Statt Seife verwendete man Puder und Parfüms, um seine Körpergerüche zu übertünchen. Welche Auswirkungen dies auf die Gesundheit und Hygiene hatte, ist bekannt, weniger mögen wir uns vorstellen, wie die Menschen seinerzeit vor sich hin geduftet haben.
Glücklicherweise wurde das Seifesieden schnell wieder in Frankreich eingeführt und so profitieren wir auch heute noch von dieser bedeutenden Erfindung und Seifenmacherkunst. Besonders in Frankreich gibt es heute noch zahlreiche kleine Seifengeschäfte, die aller möglichen farbigen und duftenden Seifen führen. Durch die vielen Online-Shops kommt man nun an die tollsten Seifen, die man sich vorstellen kann. Naturseifen mit Kräutern, ätherischen Ölen, Honig und tollen Düften. Auch gibt es alle möglichen Formen. Von der Massageseife mit Noppen, über Motivseifen als Gästeseife und viele mehr.
Seifen lassen sich auch selbst herstellen. Jedoch ist das richtige Seifesieden gar nicht so ungefährlich, da die Grundmasse beim Sieden eine enorme Hitze entwickeln kann. Frisch gesiedete Seife muss zudem abgelagert werden, damit sie ihre Schärfe verliert. Für die Eigenherstellung von Seifen verwendet man daher am besten Gießseife. Diese muss nicht mehr gesiedet werden, sondern nur noch erwärmt, mit Zusätzen verfeinert, eventuell mit Farbe versehen und in Formen gegossen werden. So lassen sich kleine individuelle Kunstwerke zaubern, beispielsweise eine durchsichtige Seife mit eingelegten Blütenblättern oder Gewürzen. Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt.







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