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| Infos zum Artikel | | Autor: | Susan Mueller | | Datum: | 29.03.2008 | | Views: | 793 |  |
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Platin als Schmuck – und die KönigshäuserPlatin als Schmuck spielte nach dem Untergang der Hochkulturen in Ägypten und Südamerika lange Zeit keine Rolle. Erst als Platin um 1750 durch den schwedischen Wissenschafter Theophil Scheffer als Edelmetall kategorisiert wurde, verlangten auch die Königshäuser Europas nach dem Edelmetall, dass zuvor von den Spaniern in deren „Goldrausch“ in Südamerika tonnenweise unbeachtet in die Flüsse zurückgeworfen wurde.
Jedoch die Kategorisierung des Platins als Edelmetall stellte sicher, dass Platin seither seinen festen Platz in der Herstellung von Schmuck und anderen Gegenständen hat, wobei Platin anfangs lediglich den Königen vorbehalten war, denn um 1780 erklärte König Ludwig XVI von Frankreich das Platin zu dem einzigen einem König würdigen Metall und ließ seinen Hofjuwelier Marc Etienne Janety mehrere Platingegenstände herstellen.
1803 entdeckte man, dass Platin geschmiedet werden konnte. Diese Entdeckung war es letztlich, was dazu führte, dass Platin auch zu Schmuck verarbeitet wurde. Unmittelbar nach dieser Entdeckung nahm sich auch schon Louis Cartier der Herstellung von Schmuck aus Platin an. In den Königshäusern Europas verbreitete sich dann schnell eine wahre Platin-Manie. Nicht nur, dass die europäische Könige und Königinnen, die russischen Zaren und auch die Maharadschas Schmuck aus Platin haben wollten, vielmehr ließen sie sogar auch Platinfäden in ihre königlichen Roben einweben.
Insbesondere das britische Königshaus besitzt zahlreichen Schmuck aus Platin. So zum Beispiel trug die Mutter der heutigen Queen, die Gattin von George VI., der nach der Abdankung seines Bruders Edward VIII. König von England wurde, weil dieser die geschiedene Wallis Simpson heiraten wollte, bei der Krönungszeremonie eine Krone, die aus Platin war und den berühmten Koh-I-Noor-Diamanten enthielt. Aber auch der abgedankte König Edward, nun Herzog von Windsor, war ganz auf Platin eingestellt. Bei der Hochzeit mit Wallis Simpson tauschten beide Ringe aus Platin von Cartier aus. Überhaupt galt die Herzogin von Windsor als Expertin für Schmuck. Sie erklärte einst, dass Platin für Schmuck die einzige Wahl für eine Abendrobe sein kann, die man treffen könnte.
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