
| Infos zum Artikel | | Autor: | Winfried Strauss | | Datum: | 18.12.2007 | | Views: | 519 |  |
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Hohe Zinsen dank TagesgeldTagesgeld ist eine Geldanlage mit täglicher Verfügbarkeit der gesamten Einlage. Sie erhalten für Tagesgeld wesentlich höhere Zinsen als mit einem Sparbuch bei annähernd gleicher Sicherheit. Annähernde Sicherheit deshalb, weil die Bank bei Tagesgeld nicht verpflichtet ist, die Einlage abzusichern. In der Regel sichern aber alle Banken freiwillig die Einlagen der Kunden über den Einlagensicherungsfonds ab, jedoch meist nur bis zu einer bestimmten Einlagenhöhe. Bei einem Konkurs der Bank bekommt der Anleger sein Geld bis zu diesem Grenzbetrag zurück. Es empfiehlt sich also, sich vor Kontoeröffnung nach der Höhe der Einlagensicherung zu erkundigen und unter Umständen das Geld auf mehrere Banken zu verteilen. Bankeninsolvenzen sind jedoch sehr selten, eher besteht die Gefahr, dass die Einlage durch hohe Inflationsraten abgewertet wird.
Tagesgeld eignet sich immer dann, wenn Sie einen Geldbetrag für einige Zeit „parken“ möchten. Noch höhere Zinsen können mit Festgeld erzielt werden, jedoch ist der Zinssatz für kurzfristige Festgeldanlagen nicht wesentlich höher als der Zinssatz für das Tagesgeld, bei manchen Banken sogar darunter. Längere Laufzeiten beim Festgeld bringen mehr Zinsen, man sollte allerdings die Planungssicherheit haben, dass das Geld während der Laufzeit auch wirklich nicht benötigt wird und "über" ist. Die Notwendigkeit einer Liquiditätsreserve wird von vielen vergessen und deren Nichtvorhandensein wird spätestens dann bereut, wenn eine teure Reparatur ansteht.
Die Zinsen auf Tagesgeldkonten liegen zwischen 3-4 % und werden vierteljährlich oder monatlich ausgezahlt, wodurch es noch zusätzlich einen Zinseszinseffekt gibt. Manchmal gibt es Neukundenangebote, die für die ersten Monate nach Kontoeröffnung höhere Zinsen bieten. Beim Vergleich zu den Sparbuchzinsen (ca. 1,5%) fragt man sich, warum überhaupt noch Sparbücher nachgefragt werden. Sei bieten schlechtere Zinsen und haben zudem eine Kündigungsfrist.
Eine Abhebung vom Tagesgeldkonto geschieht bei Direktbanken durch Überweisung auf ein Referenzkonto (in der Regel das Girokonto), das auch bei einer anderen Bank geführt werden kann.
Tagesgeldkonten werden bei Direktbanken oft mit einem günstigen oder gar kostenlosen Wertpapierdepot angeboten. Das Tagesgeldkonto dient dabei als Verrechnungskonto für das Depot. Allerdings sind die Tradinggebühren bei kostenlosen Depots meist sehr hoch.
Bei so vielen Vorteilen bleibt noch der Nachteil zu erwähnen, dass die Zinssätze für das Tagesgeld immer in Bewegung sind, nicht zuletzt aufgrund des starken Wettbewerbs. Hat eine Bank gerade noch den höchsten Zinssatz zu bieten, kann dieser ein paar Monate später im Vergleich zu anderen Banken unterdurchschnittlich sein. Oft wird der Anleger so gezwungenermaßen Tagesgeldkonten bei mehreren Banken eröffnen und sein Geld öfters einmal von einer Bank zur anderen transferieren. Da Tagesgeldkonten aber in der Regel kostenlos sind, ist dies zumindest kein finanzieller Nachteil. Aber es kostet Zeit, da immer mal wieder ein Blick auf die Zinskonditionen geworfen werden muss. |
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