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| Infos zum Artikel | | Autor: | Tobias Krentscher | | Datum: | 04.12.2007 | | Views: | 841 |  |
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Online Mitfahrbörsen boomen
Die Anhalter von gestern stöbern heute im Internet nach einer günstigen Mitfahrgelegenheit. Viele Reisewillige wurden von dem Tarifsystem der Bahn verschreckt. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz im Fernverkehr um rund 14 Prozent zurückgegangen. Wenn man aber die Züge nicht nutzen kann, wie soll man sonst zu den Eltern kommen oder ans Meer? Dafür geht man jetzt ins Internet. Aber nicht mehr auf die Seite der Deutschen Bahn, um sich teure Tickets für eine umständliche Verbindung zu kaufen. Sondern wahlweise zu den Billigfliegern, wenn es um Fern- und Auslandsreisen geht oder, für die kürzeren Fahrten innerhalb Deutschlands, zu den Mitfahrerbörsen. Mitfahrgelegenheiten bieten viele Vorteile. Man kann sich spontan dafür entscheiden eine Reise zu machen und schon sitzt man im Auto mit interessanten Kommunikationspartnern, die die Reise spannend werden lassen. Vor allem ist eine Mitfahrgelegenheit jedoch billiger als die Bahn und meistens sogar bis über 50 Prozent. Man erinnere sich nur an die Fahrten von und nach Berlin. Ganz besonders vor der Wende 1989. Ganz gleich ob man selber mitgemacht hat oder es nur im Fernsehen gesehen hat. Ein Bild bleibt in der Erinnerung: ein Haufen von Trampern mit langen Haaren an einem der Kontrollpunkte. Immer mit dabei waren selbst gedrehte Zigaretten, unbekannte Mitreisende und tiefgehende Gespräche über den Ernst des Lebens. Die Anhalter sparten sich das Geld und die Fahrer hatten ihren Spaß bei Tempo 100. Mitfahrgelegenheiten waren manchmal gefährlich, aber vor allem sehr aufregend. Heutzutage läuft alles etwas routinierter ab, aber dennoch haben die Fahrten einen Hauch von Aufregung und Gefahr in sich.
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